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Große Sonderausstellung
Jordaens und die Antike

Große Sonderausstellung vom 1. März bis zum 23. Juni 2013

Peter Paul Rubens, Anthonis van Dyck und Jacques Jordaens gelten als die drei führenden Meister der flämischen Barockmalerei. Während es zu den beiden ersten in der Vergangenheit bereits zahlreiche Ausstellungen gegeben hat, stand Jacques Jordaens, der nach dem Tod von Rubens (1640) und Van Dyck (1641) für beinahe 40 Jahre den Kunstmarkt in Flandern beherrschte, bislang stets im Schatten der Aufmerksamkeit. In Kassel und Brüssel gab es bereits jeweils eigene erfolgreiche Ausstellungen zu Rubens. Nun soll erstmals gemeinsam das Werk von Jacques Jordaens in den Blick genommen und in einer Ausstellung in Brüssel und Kassel gezeigt werden.
Die geplante Ausstellung „Jordaens und die Antike“ verfolgt die Absicht, das durch romantische und nationalistische Mythen des 19. Jahrhunderts geprägte Bild von Jordaens als volksnahem und gutbürgerlichem Maler fröhlicher Gesellschaften zu revidieren, wie er sich z. B. in den beliebten Darstellungen „Der König trinkt!“ oder „Wie die Alten sungen, so pfeifen auch die Jungen“ zu zeigen scheint. Durch intensive vorbereitende Forschung ist es möglich, dieses Bild in der Ausstellung eindrücklich zu widerlegen. Die Antikenrezeption ebenso wie die Nähe zu hochadligen Auftraggebern war bisher das Privileg seines Antwerpener Malerkollegen Rubens. Doch bewegte sich Jacob Jordaens ähnlich wie er in einem Kreis von Kennern und Sammlern. Jordaens rezipierte zahlreiche antike Quellen, sei es literarisch oder künstlerisch, und gelangte zum Teil zu völlig neuartigen Deutungen der antiken Geschichte. Am bekanntesten ist vielleicht die Fabel von Aesop „Der Satyr beim Bauer“, die Jordaens in verschiedenen Fassungen schuf. Anhand von über 100 Werken von ihm, seinen Zeitgenossen sowie antiken Kunstwerken wird die Wechselwirkung zwischen der Antike und Jacob Jordaens anschaulich gemacht.

Die in Kooperation mit den Musées Royaux de Beaux-Arts in Brüssel konzipierte Ausstellung bietet somit ein anschauliches Bild seiner Kunst und seiner Zeit. Die Präsentation im Museum Fridericianum ist darüber hinaus die erste monographische Werkschau von Jordaens in Deutschland! Nähere Informationen wie zum umfassenden Rahmenprogramm zu unserer Sonderausstellung finden Sie hier.


Öffnungszeiten
Di – So, Feiertage 10 –17 Uhr, Donnerstag bis 20 Uhr

Ausstellungskatalog

Jordaens und die Antike, hrsg. Mercatorfonds, Brüssel; Musées Royaux des Beaux-Arts de Belgique, Brüssel; Museumslandschaft Hessen Kassel, 2012, 28,5 x 24,5 cm, 316 S., zahlreiche farbige Abbildungen, ISBN 978-3-7774-2022-6, 39,00 €

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Jordaens und die Antike

Große Sonderausstellung vom 1. März bis zum 23. Juni 2013

Museum Fridericianum
Eintritt: 8 Euro, Studenten: 3 Euro, Kinder bis 18 Jahre: frei
Audioguide: 2 Euro

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