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Sonderausstellungen 2011 bis 2013

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      Sonderausstellung vom 15. April bis zum 28. August 2011
Mit fremden Federn
Die Pfauenfederkommode - ein Luxusmöbel des Rokoko


Mit der Pfauenfederkommode hat sich in Schloss Wilhelmsthal bei Kassel ein Aufsehen erregendes Zeugnis der höfischen Kultur des Rokoko aus dem Besitz der hessischen Landgrafen erhalten. Nach umfassenden Untersuchungs- und Restaurierungsmaßnahmen, die neue Erkenntnisse über dessen außergewöhnliche Herstellungstechnik erbrachten, wird das historische Prunkmöbel erstmals wieder öffentlich präsentiert. Die Ausstellung bietet die einmalige Gelegenheit, den Entstehungsprozess der Kommode vom überraschend schlichten Holzkorpus zum spektakulären Schaustück nachzuvollziehen. Anhand weiterer herausragender Exponate aus den Schlössern der Museumslandschaft Hessen Kassel (MHK) führt sie den Besucher in die gleichermaßen pracht- wie phantasievolle Welt herrschaftlicher Luxusgegenstände des 18. Jahrhunderts ein und verspricht einen spannenden Blick hinter die exquisite Fassade.

Nähere Informationen zur Ausstellung finden Sie >>hier.

Schloss Wilhelmsthal in Calden
Öffungszeiten: Di – So, Feiertag 10 – 17 Uhr 

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      Sonderausstellung vom 25. Juni bis zum 5. August 2011
Gesellenstück - Abschlussarbeiten aus dem Tischlerhandwerk

Vier Wochen lang werden Gesellenstücke von Auszubildenden des Schreiner-Handwerks aus dem Handwerkskammerbezirk Kassel präsentiert. Mit ihrem Gesellensstück müssen die Auszubildenden am Ende ihrer Lehrzeit unter Beweis stellen, dass sie den Umgang mit Material und Werkzeug, die zur eigenständigen Ausübung ihres Berufes erforderlich sind, beherrschen. Eingebettet wird die Präsentation in einen Exkurs zur Geschichte der Handwerke, der Zünfte und der Ausbildung im Schreinerhandwerk. Schon seit dem 14. Jahrhundert können junge Menschen in handwerklichen Berufen eine Ausbildung oder „Lehre“ machen, die in der Regel drei Jahre dauert. Für Gesellen war es zudem lange Zeit Pflicht, auf Wanderschaft ihre handwerklichen Kenntnisse und Fähigkeiten zu erweitern. Zunfttruhen, Zunftpokale und historische Dokumente lenken den Blick zurück in eine Zeit, in der die Zünfte noch die Handwerksbetriebe in Stadt und Land organisierten und reglementierten.


Westpavillon der Orangerie in der Karlsaue

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      Sonderausstellung vom 12. August bis zum 23. Oktober 2011
Dialoge. Barocke Meisterwerke aus Darmstadt zu Gast in Kassel

Erstmals treten knapp 40 Meisterwerke aus dem Hessischen Landesmuseum Darmstadt in Dialog mit Gemälden der Kasseler Gemäldegalerie. Der Bogen spannt sich dabei vom 16. bis zum 18. Jahrhundert über alle Gattungen hinweg und führt dabei den Reichtum beider Sammlungen vor Augen. In vier unterschiedlichen Themenbereichen kann der Besucher auf Entdeckung von Beziehungen zwischen den Gemälden gehen. Hierbei ergeben sich spannende und unerwartete Dialoge, die dazu einladen, neuen Aspekten der Bilder nachzuspüren. Darmstadts berühmtes Landschaftsgemälde „Die Elster auf dem Galgen“ von Pieter Breughel d. Ä. trifft auf Werke der nachfolgenden Brueghel Generationen, wodurch die künstlerischen Bezüge innerhalb der Familie unmittelbar anschaulich werden. Andere Gegenüberstellungen betreffen Gemälde derselben Künstler aus beiden Sammlungen, die unmittelbar miteinander verglichen werden können, zum Beispiel von Gerard de Lairesse oder der Brüder Savery, aus deren Umkreis das monumentale Leinwandgemälde Orpheus unter den Tieren aus Kassel eigens für die Ausstellung restauriert wird.
Weitere Künstlernamen wie Domenichino, Rembrandt und Rubens versprechen hochkarätige Dialoge zwischen den Werken, die den Besucher dazu einladen, sich auf die Schule des vergleichenden Sehens zu begeben.

Museum Schloss Wilhelmshöhe, Sonderausstellungsraum
Öffnungszeiten: Di - So und feiertags 10 - 17 Uhr, Do 10 - 20 Uhr, Mo geschlossen

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      Sonderausstellung vom 1. September 2011 bis zum 26. Februar 2012
Optica – Rekonstruktion des Optischen Zimmers im Kunsthaus Landgraf Karls

Die Einrichtung des Kunsthauses im Jahr 1696 und die damit verbundene Gründung des Collegium Carolinum durch Landgraf Karl (reg. 1677 – 1730) erregte weit über Kassel hinaus Aufmerksamkeit. Einige der Besucher ließen es sich nicht nehmen, von ihrem Besuch detailliert zu berichten. Zur Zeit der Gründung des Collegium Carolinum 1709 beherbergte das Kunsthaus eine reichhaltige Sammlung wissenschaftlicher Instrumente, die heute als Preziosen des Zeitalters der wissenschaftlichen Revolution gelten. Seine Aufgabe als Hort der Sammlung aber auch des wissenschaftlichen Unterrichts erfüllte das Kunsthaus bis zur Gründung des Museum Fridericianum im Jahr 1779. Das optische Zimmer beherbergte nicht nur eine imposante Sammlung an frühen Teleskopen, Mikroskopen, magischen Laternen und Brennapparaten. Mit Johann Oswald Harms unternahm einer der bedeutendsten Barockkünstler Mittel- und Norddeutschlands die künstlerische Ausgestaltung der
Wände. Wie im optischen Zimmer die dort aufbewahrten Instrumente und die Wandmalereien aufeinander Bezug nahmen, und welche Bedeutung ein solches „Gesamtkunstwerk“ aus Wissenschaft, Technik und bildender Kunst im höfischen Mikrokosmos hatte, rekonstruiert diese Ausstellung.

Westpavillon der Orangerie in der Karlsaue

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      Sonderausstellung vom 18. November 2011 bis zum 26. Februar 2012
Lichtgefüge - Das Licht in der Malerei und seine Folgen

Lichtgefüge – unter diesem Titel untersucht eine Ausstellung die Lichtmalerei des 17. Jahrhunderts auch mit Blick auf die zeitgenössischen naturwissenschaftlichen Konzepte des Lichts. Es ist aufregend, die Parallelen zwischen Rembrandts oder Vermeers Lichtbehandlung und Descartes Abhandlungen zum Licht nachzuzeichnen. Die malerischen Techniken der minutiösen Abschattungen und scharfen Kontrastsetzungen erscheinen neu im Licht der barocken Naturphilosophie, die sich über die Fortpflanzung des Lichts genauso Gedanken macht, wie über die Entstehung der Farben. Malerei und Naturphilosophie des Barock sind beide Ausgangspunkt einer bis in die Gegenwart ausstrahlenden Lichtkultur. Ihrer Entwicklung bis zur modernen Kunst geht diese Ausstellung von Gemälden, Druckgraphik, optischen Geräten und neuesten Kunstwerken nach.
Die Ausstellung ist eine Kooperation der Museumslandschaft Hessen Kassel (MHK) mit der Berliner >>Forschungsgruppe Historische Lichtgefüge.

Museum Schloss Wilhelmshöhe, Sonderausstellungsraum
Öffnungszeiten: Di - So und feiertags 10 - 17 Uhr, Do 10 - 20 Uhr, Mo geschlossen
     

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Sonderausstellung vom 13. September 2012 bis zum 13. Januar 2013
Die Löwenburg - Mythos und Geschichte

1793, im selben Jahr, in dem die Revolutionäre in Paris König Ludwig XVI. den Kopf abschlugen, ließ Landgraf Wilhelm IX. von Hessen-Kassel im Bergpark Wilhelmshöhe auf den äußeren Ausläufern des Habichtswaldes die Errichtung eines altertümlichen Turmes nebst einigen verfallenen Mauerzügen beginnen. Was sich zunächst wie eine gotisierende Parkarchitektur nach neuester englischer Mode anließ, wuchs in den folgenden Jahren Schritt für Schritt zu einer bis dahin einzigartigen, pseudomittelalterlichen Ritterburg heran: Die Löwenburg ist mehr als nur eine ungewöhnliche Architektur. Sie ist ein kulturgeschichtliches Phänomen, und sie gibt einer Stimmung bauliche Gestalt, die erst in den folgenden Jahren in Literatur und Malerei zur europäischen Bewegung der Romantik heranwuchs.

Die Ausstellung schlägt den Bogen von der Idee zur Ausführung, von der Gestalt zum Gefühl: Bauzeichnungen, die das Wachsen der Architektur veranschaulichen, gruppieren sich um das Modell der Burganlage. Gestochene und gemalte Ansichten veranschaulichen die effektvoll inszenierte und beziehungsreiche Lage der Löwenburg im Kasseler Bergpark. Unlängst restaurierte Ausstattungsstücke aus der Löwenburg gruppieren sich zu einem idealtypischen Innenraum im „Löwenburgstil“.

Und nicht zuletzt: Meisterwerke der deutschen Romantik sind zu Gast in Kassel! Ansichten von ragenden Burgen, von verfallenen Architekturen in der Natur und Bilder der inneren Einkehr geben dem Betrachter am Ende der Ausstellung die Möglichkeit, etwas von dem Lebensgefühl einzufangen, als dessen Teil auch die Löwenburg verstanden werden darf.

Museum Schloss Wilhelmshöhe, Sonderausstellungsraum
Öffnungszeiten: Di - So und feiertags 10 - 17 Uhr, Do 10 - 20 Uhr, Mo geschlossen

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      Große Sonderausstellung vom 1. März bis zum 16. Juni 2013
Jacob Jordaens und die Antike

Peter Paul Rubens, Anthonis van Dyck und Jacob Jordaens gelten als die drei führenden Meister der flämischen Barockmalerei. Während es zu den beiden ersten in der Vergangenheit bereits zahlreiche Ausstellungen gegeben hat, stand Jacob Jordaens, der nach dem Tod von Rubens (1640) und van Dyck (1641) für beinahe 40 Jahre den Kunstmarkt in Flandern beherrschte, bislang stets im Schatten der Aufmerksamkeit. In Kassel und Brüssel gab es bereits jeweils eigene erfolgreiche Ausstellungen zu Rubens. Nun soll erstmals gemeinsam das Werk von Jacob Jordaens in den Blick genommen und in einer Ausstellung in Brüssel und Kassel gezeigt werden.
Die geplante Ausstellung „Jacob Jordaens und die Antike“ verfolgt die Absicht, das durch romantische und nationalistische Mythen des 19. Jahrhunderts geprägte Bild von Jacob Jordaens als volksnahem und gutbürgerlichem Maler fröhlicher Gesellschaften zu revidieren, wie er sich z.B. in den beliebten Darstellungen „Der König trinkt!“ oder „Wie die Alten sungen, so pfeifen auch die Jungen“ zu zeigen scheint. Durch intensive vorbereitende Forschung ist es möglich, dieses Bild in der Ausstellung eindrücklich zu widerlegen. Die Antikenrezeption ebenso wie die Nähe zu hochadligen Auftraggebern war bisher das Privileg seines Antwerpener Malerkollegen Rubens. Doch bewegte sich Jacob Jordaens ähnlich wie er in einem Kreis von Kennern und Sammlern. Jordaens rezipierte zahlreiche antike Quellen, sei es literarisch oder künstlerisch, und gelangte zum Teil zu völlig neuartigen Deutungen der antiken Geschichte. Am bekanntesten ist vielleicht die Fabel von Aesop „Der Satyr beim Bauer“, die Jordaens in verschiedenen Fassungen schuf. Anhand von über 100 Werken von ihm, seinen Zeitgenossen sowie antiken Kunstwerken wird die Wechselwirkung zwischen der Antike und Jacob Jordaens anschaulich gemacht.

Die in Kooperation mit den Musées Royaux de Beaux-Arts in Brüssel konzipierte Ausstellung bietet somit ein anschauliches Bild seiner Kunst und seiner Zeit. Die Präsentation im Museum Fridericianum ist darüber hinaus die erste monographische Werkschau von Jordaens in Deutschland!

Museum Fridericianum
Eintritt: 8,- €; Studenten: 3,- €; Kinder bis 18 J.: frei






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