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Malerei und Plastik ab 1750
Zeitgenössische Kunst
Zu den Schwerpunkten der zeitgenössischen Kunst gehört die Sammlung der informellen Malerei mit Werken von Bernard Schultze, Otto Greis und K. O. Götz. Außerdem ist Ernst Wilhelm Nay mit über sechs Werken in der Sammlung vertreten, darunter Arbeiten aus den 30er Jahren und als Hauptwerk das Gemälde „Symphonie“ aus dem Jahre 1958.
Arbeiten von Gerhard Richter und Sigmar Polke zeigen den starken Einfluß der Photographie auf die Malerei zu Beginn der 60er Jahre. So projizierte Gerhard Richter das Porträt Arnold Bodes auf die Leinwand, übernahm dabei die Farbigkeit der Photographie und erreichte durch verwischte Ränder und Übergänge ein hohes Maß an Verfremdung. Polke orientierte sich an der Silhouette einer Gruppe von Wolkenkratzern, wie wir sie aus Zeitschriften kennen. Er überträgt sie jedoch nicht mehr auf die traditionelle Leinwand, sondern benutzt bunte Faschingsseide als Malgrund.
Die Sammlung zeitgenössischer Kunst beinhaltet auch Werke von Sean Scully. Ähnlich wie Ernst Wilhelm Nays Gemälde „Symphonie“ baut seine Malerei auf geometrischen Formen auf. Quadrate bzw. halbierte Quadrate besetzt er mit einer überaus fein abgestimmten Farbskala. Durch wiederholte Farbschichtungen erhalten die einzelnen Farbflächen zudem eine erstaunlich körperhafte Qualität, wodurch die Gemälde einen Reliefcharakter gewinnen.
Ein zentrales Hauptwerk in der Neuen Galerie ist die Rauminstallation von Joseph Beuys. Seit 1976 als Privatleihgabe dort ausgestellt, konnte sie 1993 erworben werden. Die ausgestellten Werke: die Installation „The Pack“ (Das Rudel), außerdem vier Vitrinen, plastische Bilder und Zeichnungen geben gemeinsam einen anschaulichen Einblick in die Arbeitsweise und künstlerische Entwicklung von Joseph Beuys.
© 2010 Museumslandschaft Hessen Kassel (www.museum-kassel.de)
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