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Albrecht Dürer, Bildnis der Elsbeth Tucher, 1499, taatliche Museen Kassel

Albrecht Dürer (1471-1528)
Bildnis der Elsbeth Tucher, 1499, Lindenholz, 29,1 x 23,3 cm
Inv. Nr. GK 6




Dieses Porträt war lange Zeit auf dem Zwanzigmarkschein allgegenwärtig und zählt zu den bekanntesten der deutschen Renaissance. Das kleinformatige Bildnis der Elsbeth Tucher war Teil eines zusammenklappbaren Diptychons, doch das zugehörige Porträt des Ehemannes Niclas gilt als verschollen. Der hochgehaltene Ehering und die Initialen NT auf der Gewandschließe der Elsbeth Tucher verweisen auf den Gatten. Auch ihr Blick ist auf ihn gerichtet. Mit kräftig modellierten Gesichtszügen und einer klaren Umrißzeichnung erfaßt Dürer die Persönlichkeit der Frau. Sie ist ganz dem Diesseits zugewandt und Teil der Welt, die sich neben einer Fläche aus Goldbrokat in einem Durchblick als weite Gebirgslandschaft eröffnet. Dürer läßt mit seinem Interesse an der Individualität des Menschen die Spätgotik, zu der noch sein Lehrer Michael Wolgemut zu rechnen ist, bereits hinter sich. Dieser hatte die Schwiegermutter von Elsbeth, Ursula Tucher, noch wesentlich weniger plastisch in einem unbestimmbaren Raum dargestellt – ein Bild, das sich ebenfalls in der Kasseler Gemäldegalerie befindet und zum Vergleich einlädt.





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