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Gemäldegalerie Alte Meister
Holländische Malerei
Als Prinz hatte Landgraf Wilhelm VIII. von Hessen-Kassel rund 20 Jahre in den Niederlanden gelebt und dort seine Leidenschaft für holländische Kunst entwickelt. Ihn interessierte vor allem die Malerei des so genannten „Goldenen Jahrhunderts“, d.h. der Jahre zwischen 1600 und 1700. Es herrschte eine enorme Fülle an Themen: Das Porträt, die Landschaft, das Stillleben und die Genremalerei waren dabei die am meisten verbreiteten Gattungen, die durch die umfangreiche Sammlertätigkeit Wilhelms VIII. auch im großen Umfang in der Kasseler Galerie vertreten sind. Die Gemäldegalerie wartet mit Meisterwerken von Frans Hals, Jacob von Ruisdael, Willem van Aelst, Gabriel Metsu und Jan Steen auf. Von großer Bedeutung ist vor allem die Sammlung an Werken der zentralen Künstlerpersönlichkeit des 17. Jahrhunderts, Rembrandt Harmensz. van Rijn. Die Gemäldegalerie Alter Meister besitzt 12 herausragende Originale des "Großmeisters" der Kunst des Goldenen Zeitalters. Ein Hauptwerk der Sammlung ist etwa der Jakobssegen, eines der wenigen großen Historienbilder aus Rembrandts Spätzeit. Mit dem Bildnis der Saskia van Uylenburgh schuf er eine der schönsten Darstellungen seiner Frau, und die Kleine Winterlandschaft steht sogar singulär im Œuvre des Meisters.
© 2010 Museumslandschaft Hessen Kassel (www.museum-kassel.de)
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