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Gemäldegalerie Alte Meister
Altdeutsche Malerei

Die Kasseler Galerie verfügt über eine kleine, qualitativ jedoch äußerst hochwertige Sammlung altdeutscher Malerei. Die Hauptwerke dieses Sammlungsschwerpunktes entstanden in der Zeit zwischen 1350 und 1550, stammen überwiegend jedoch aus der Dürerzeit. Erworben wurden die altdeutschen Meisterwerke vorrangig im 19. und frühen 20. Jahrhundert, als die Malerei der Gotik und frühen Neuzeit wieder entdeckt wurde.

Albrecht Dürer ist mit seinem (durch den alten 20-Mark-Schein zur modernen "Ikone" gewordenen) Bildnis der selbstbewußten Kaufmannsfrau Elsbeth Tucher vertreten. Die sonstigen, ebenfalls sehr bekannten Meisterwerke altdeutscher Malerei stammen von prominenten Zeitgenossen Albrecht Dürers: Lucas Cranach d. Ä. ist neben einer charakteristischen Porträtdarstellung Herzog Heinrichs des Frommen mit einem Hauptwerk seiner früheren Schaffensperiode vertreten: ein kleinformatiges Klappaltärchen von etwa 1508-10 mit der Darstellung der Auferstehung Christi kann als exemplarisch für seinen Frühstil gelten. Weiterhin finden sich Hauptwerke Albrecht Altdorfers, Hans Baldung Griens und Lucas Cranach d. J. in den Beständen der Gemäldegalerie Alter Meister. Ein weiteres Prunkstück der Sammlung ist die ebenso bedeutende wie ungewöhnliche Tischplatte des Martin Schaffner, welche der Straßburger Goldschmied Erasmus Stedelin in Auftrag gegeben hatte. Das Werk ist ein Sinnbild für die vom neuplatonischen Gedanken des Makro- und Mikrokosmos geprägte Weltsicht des 16. Jahrhunderts. Die besonders für das 15. und 16. Jahrhundert charakteristische Hinwendung zur Astronomie und Astrologie zeigt sich in diesem bedeutenden Werk ebenso, wie sich die neue Rolle des aufstrebenden Bürgertums als zunehmend bedeutender Auftraggeber für Kunst ausdrückt.







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