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Zuse Z 11 Konrad Zuse Neukirchen 1957.: Breite 200 cm, Tiefe 90 cm, Höhe 105 cm. Materialien: Metalle, Kunststoffe Inv. Nr. 1985 - 10 Astronomisch-Physikalisches Kabinett > Mathematik und Informationstechnik |
Konrad Zuse gehört zu den wichtigsten Pionieren des Computerzeitalters der Welt. Schon 1936 hatte der gelernte Werbegrafiker seinen ersten programmgesteuerten digitalen Computer Z 1 hergestellt. Wie die Z 11 zwanzig Jahre später auch bestand dieser Rechner aus elektromagnetischen Relais. Die Möglichkeit, komplizierte Rechenoperationen zu mechanisieren, wurde sehr schnell auch in der Rüstungsforschung nachgefragt. Vor allem bei den aerodynamischen Forschungen der Deutschen Versuchsanstalt für Luftfahrt leisteten seine Maschinen wertvolle Dienste.
Nach dem Krieg gründete Konrad Zuse mit Harry Stucken und Frank Eckard die Konrad Zuse KG in Neukirchen nahe Fulda. Anders als die IBM bekam er für seine Pionierarbeit keine staatlichen Subventionen. Die Z 11 war der erste in Serie gebaite Computer der Firma. 43 Stück wurden in den Jahren danach vor allem an Vermessungsämter, an Firmen für Präzisionsoptiken und Universitätsinstitute. Die Z 11 enthielt 1665 elektromagnetische Relais, die Taktung erreichte 20 Hz. Die Eingabe erfolgte entweder über eine Dezimaltastaur oder über Lochstreifen, die Ausgabe dagegen ausschließlich über Lochstreifen. Der Rechner erlaubte 2 Multiplikationen pro Sekunde. Das Gerät kostete damals 93 000 DM.
Die Firma Konrad Zuse hielt sich nicht lange am Markt. 1967 wurde sie von Siemens übernommen. 1971 wurde der name Konrad Zuse aus den Handelsregistern gelöscht.
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