Restaurierung
Kunsthandwerk

Dipl.-Rest. Anne Becker


Die Restauratorin betreut vorgeschichtliche Grabbeigaben, antike Keramiken, Gläser und Metallgegenstände sowie volkskundliche und kunsthandwerkliche Objekte, von mittelalterlichen Trinkgefäßen über ostasiatische Porzellane bis zu Prunkwaffen.

Im Bereich der Restaurierung von Kunsthandwerk findet sich ein besonders breites Spektrum an Materialien, die sehr oft auch in Kombination miteinander verarbeitet wurden. Es umfasst anorganische Materialien wie Glas, Keramik, Porzellan, Stein, edle und unedle Metalle ebenso wie organische Materialien, z. B. Bernstein, Elfenbein, Perlmutter, Korallen, Leder, Holz, Wachs und vieles mehr.

Jedes Material hat seine speziellen Eigenschaften und eigene charakteristische Schadensbilder, die während des Gebrauchs und der Alterung entstanden sind. Neben mechanischen Schäden wie Abplatzungen, Verformungen oder Bruch führen auch chemische Prozesse zu Korrosion und Zerfall. Als Beispiele seien hier die Glaskrankheit (weinende Gläser, „Crizzeling“), das Anlaufen von Silberoberflächen oder das Korrodieren von Bleiobjekten genannt. Bei Bernstein verdunsten flüchtige Substanzen und die Oberfläche wird im Laufe der Zeit matt. Auch Korallen und Perlmutt können mit Schadstoffen in ihrer Umgebung reagieren und korrodieren.

Während die mechanisch entstandenen Schäden fixiert oder ausgebessert werden können, ist bei den laufenden chemischen Prozessen oft nur eine Schadensverzögerung durch entsprechende klimatische Bedingungen zu erreichen. Aufgabe der Restauratorin ist die Feststellung und Beobachtung der erhaltenden Maßnahmen.





© 2010 Museumslandschaft Hessen Kassel (www.museum-kassel.de)
Die Museumslandschaft Hessen Kassel ist eine Einrichtung des Landes Hessen

Diese Seite ausdrucken | Webmaster | Impressum















.