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Neue Galerie
Sammlung der Moderne – Kunst des 19.–21. Jahrhunderts

Zu den Schwerpunkten der Sammlung der Neuen Galerie gehört die Malerei des 19. Jahrhunderts mit bedeutenden Exponaten besonders zur Entwicklung der Landschaftsmalerei. Gemälde von Johann Martin von Rohden, von spätromantischen Malern wie Johann Wilhelm Schirmer sowie von Künstlern der Willingshäuser Malerschule sind hier vertreten. Räume zu Künstlerpersönlichkeiten der Kasseler Akademie werden ergänzt durch eindrucksvolle Exponate der Kunst der Nazarener, des Biedermeier, der Salonmalerei und des Historismus. Am Übergang zum 20. Jahrhundert sind besonders die umfangreichen Bestände der einzigen deutschen Neoimpressionisten Paul Baum und Curt Herrmann hervorzuheben, die sich früh mit den Errungenschaften des französischen Impressionismus auseinandergesetzt hatten.

Zu den Höhepunkten in der Neuen Galerie zählen die Werke von Lovis Corinth, besonders seine virtuose Walchenseelandschaft von 1924. Die Klassische Moderne ist mit Werken u. a. von Alexej von Jawlensky, Henri Laurens, Max Ernst und Conrad Felixmüller vertreten. Malerei und Skulptur der Nachkriegszeit, der 1950er und 1960er Jahre, Pop Art und abstrakte Malerei bis hin zur zeitgenössischen Kunst bilden weitere Schwerpunkte des Hauses. Dazu gehört neben Werken von Gerhard Richter, Sigmar Polke, Wolf Vostell oder der Quadriga auch die ungegenständliche, monochrome Malerei.

In der zeitgenössischen Sammlung verdienen die Erwerbungen der weltweit renommierten documenta-Ausstellungen besondere Aufmerksamkeit. Dazu gehören u. a. der »Kasseler Raum – Ferne Zwecke« (1998) von Ulrike Grossarth und die Installation »THOU-LESS1« (2002) von Doris Salcedo.

Herzstück der Neuen Galerie ist der anlässlich der Eröffnung des Hauses 1976 von Joseph Beuys persönlich eingerichtete Raum im Erdgeschoss. Die Installation umfasst »The pack (Das Rudel)« (1969), vier Vitrinen, 29 Zeichnungen und sieben plastische Bilder. Zunächst als Leihgabe ausgestellt, konnte das Ensemble 1993 mit Unterstützung der hessischen Kulturstiftung und der Kulturstiftung der Länder angekauft werden. Außerdem gehören dazu neun Multiples, wie z. B. das bekannte Selbstporträt von 1972, dessen Titel »La rivoluzione siamo Noi« (Die Revolution – das sind wir), Joseph Beuys »erweiterten Kunstbegriff« prägnant umreißt: Kunst kann die Gesellschaft verändern, vorausgesetzt der Mensch weiß, sein kreatives Potential zu nutzen.

Nach umfassender Sanierung und Umgestaltung der Ausstellungsräume durch das Berliner Büro Staab Architekten ist die Neue Galerie seit November 2011 wieder für unsere Besucher geöffnet.

Eindrücke von den Wiedereinrichtungsarbeiten und des neugestalteten Hauses vermitteln Ihnen der Zeitraffer-Film Joseph Beuys, the Pack (das Rudel) (1969) und unser Imagefilm Neue Galerie.

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Blog zur Neuen Galerie

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