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Dem Welterbeprogramm der UNESCO liegt der Leitgedanke zugrunde, dass »Teile des Kultur- oder Naturerbes von außergewöhnlicher Bedeutung sind und daher (…) erhalten werden müssen«. Dazu müssen sie drei Charakteristika erfüllen: Einzigartigkeit, historische Echtheit und Unversehrtheit. Diese werden auch im internationalen Sprachgebrauch als Outstanding Universal Value (OUV) verwendet.

Die UNESCO würdigte den Bergpark Wilhelmshöhe als einzigartige Kulturlandschaft: Die Wasserkünste seien ein außergewöhnliches und einmaliges Beispiel monumentaler Wasserbaukunst des europäischen Absolutismus; die Herkulesfigur sei technisch und künstlerisch die anspruchsvollste Großskulptur der Frühen Neuzeit. An keinem anderen Ort der Welt sei jemals eine am Hang gelegene Parkarchitektur mit vergleichbaren Ausmaßen und einer technisch so vollkommenen Wasserarchitektur ausgestattet worden, wie in Kassel seit 1691 unter Landgraf Carl.

Höher, schneller, weiter – das waren die Maßstäbe der Bauherren. Dabei spielt die topografische Lage des Parks eine entscheidende Rolle. Durch deren geniale Ausnutzung entsteht die beeindruckende Monumentalität der Wasserkünste. Zum anderen wirkt der Herkules als eine weithin sichtbare Landmarke, die ganze Herrschergenerationen beeindruckte und dazu verleitete, den Park mit seinen Anlagen zu dem Hauptrepräsentationspunkt der eigenen Macht zu machen, ihn gestalterisch zu prägen und auszubauen. Hervorzuheben sind auch die technischen Innovationen am Hofe der Kasseler Fürsten, die für das damals wie heute sensationelle Wassertheater gebraucht wurden.

Was hier kurz zusammengefasst ist, führt das Nominierungsdossier (Download ca. 45 MB) für den Welterbeantrag auf 500 Seiten detailliert aus.