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geschichte der neuen galerie

Das als Gemäldegalerie zwischen 1871 und 1877 nach den Plänen des Architekten Heinrich von Dehn-Rotfelser (1825–1885) errichtete Gebäude beherbergte ursprünglich die bereits berühmte Gemäldesammlung des Landgrafen Wilhelm VIII. von Hessen-Kassel (reg. 1730/51–1760). Nach einer Umfunktionierung des Gebäudes zu einer Stadtresidenz während der französischen Besatzungszeit unter Jérôme Bonaparte (reg. 1807–1813) konnte das Gebäude nicht mehr zu Ausstellungszwecken genutzt werden. Erst durch die Initiative des damaligen Oberpräsidenten Eduard von Möller (1814–1881) konnte ein Neubau nach dem Vorbild der Alten Pinakothek in München durch den Architekten Heinrich von Dehn-Rotfelser (1825–1885) realisiert werden.

Im Zweiten Weltkrieg erlitt das Gebäude schwere Schäden und war danach lange Zeit vom Abriss bedroht. Nach einer Verlagerung der Gemäldegalerie Alte Meister wie auch der Bestände des 18. Jahrhunderts ins Schloss Wilhelmshöhe 1962, konnte mit dem Wiederaufbau des Galeriegebäudes als Haus der Moderne begonnen werden.

Im Zusammenhang mit der Neustrukturierung der Kasseler Museumslandschaft wurde das Gebäude 2006 bis 2011 unter der Leitung des Berliner Büros Staab Architekten umfassend saniert und modernisiert. Die Verlagerung der Bestände des 18. Jahrhunderts – Werke der Malerfamilien Tischbein und Nahl – ins Schloss Wilhelmshöhe zählt dabei zu den wichtigsten inhaltlichen Veränderungen. Seitdem präsentiert die Neue Galerie regional wie international bedeutende Malerei, Plastik und neue Medien des 19. bis 21. Jahrhunderts.