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Unter unseren Füßen

vf10218.jpgBronzene Lanzenspitze, Keramikgefäß, Bronzepinzette und Bronzenadel, Nordhessen, Fritzlar, Geismar, MHK, Sammlung Vor- und Frühgeschichte, Foto: MHK, Arno Hensmanns

Von der Altsteinzeit bis ins frühe Mittelalter


Den Auftakt des Rundganges im Hessischen Landesmuseum durch die geschichtliche, kulturelle und wirtschaftliche Entwicklung Nord- und Osthessens bilden archäologische Funde aus rund 300.000 Jahren. Sie ermöglichen eine spannende Zeitreise zu den Anfängen unserer Kultur. Einschneidende Neuerungen, wie die Erfindung des Werkzeuges, der Übergang zur Sesshaftigkeit oder die Entdeckung der Metallverarbeitung, spiegeln sich in der Ausstellung wider. Manche der prähistorischen Entwicklungen veränderten die Lebensumstände dabei nachhaltig und wirken bis heute fort. Die Dauerausstellung gewährt Einblicke in die Technik der Faustkeilherstellung, zeigt, wie sich die wohlhabenden Damen der Bronzezeit schmückten oder mit welchen Schwierigkeiten der Missionar Bonifatius zu kämpfen hatte.

Sie kann dabei aus dem reichhaltigen Archiv der Sammlung Vor- und Frühgeschichte schöpfen. Bereits 1779 wurden die »einheimischen Alterthümer« im Museum Fridericianum einer breiten Öffentlichkeit präsentiert. Unter preußischer Herrschaft wurde das Museum 1875 zur »Centralsammelstelle der vorgeschichtlichen Altertümer Nordhessens«. Akribisch erfasst mit Fundorten, Fundumständen und Inventarnummern lagern hier auf über 1.000 Quadratmetern Funde aus allen Zeiten. Altsteinzeitliche Faustkeile, Keramikscherben von der Jungsteinzeit bis ins Mittelalter, Steinbeile, Schmuckstücke oder Waffen der Metallzeiten gehören ebenso zum Bestand, wie botanische Reste, Bodenproben oder die Reste frühneuzeitlicher Siedlungen. Das Fundarchiv ist daher auch Anlaufstelle für Wissenschaftler, die sich mit der Vor- und Frühgeschichte Nordhessens und der umliegenden Gebiete beschäftigen.